Günter Görge erläutert, das Training streng dem individuellen Leistungsvermögen der Patienten angepasst. Pausendauer und -häufigkeit bestimmten die Patienten weitgehend selbst.


Am Ende des 12-wöchigen Programms wird der Eingangstest wiederholt. Bei Erfolg erhoffen sich die Wissenschaftler, Empfehlungen für ein häusliches Trainingsprogramm, das von einer Klinik beaufsichtigt würde, entwickeln zu können.

Die Forschungsergebnisse sollen außerdem ihre Vermutung bestätigen, dass ein Ausdauertraining mit einer bestimmten Belastung den Herzpatienten nicht gefährdet. Die Deutsche Herzstiftung wird die einjährige Studie mit DM 53 000 fördern.


Weltweit wird eine ansteigende Zahl von Patienten mit einer chronischen Herzinsuffizienz (chronische Herzmuskelschwäche)beobachtet. Allein in Deutschland schätzen Herzspezialisten das Ausmaß der Neuerkrankungen auf 300.000 Menschen jährlich. Wegen der zunehmenden Erkrankungsrate und des großen Aufklärungsbedarfs bei Betroffenen und Angehörigen veranstaltet die Deutsche Herzstiftung im November ihren Themenmonat über die Herzmuskelschwäche. Herzspezialisten werden dann bundesweit einen Monat lang in Vorträgen und Seminaren über neue Behandlungsmöglichkeiten und verbesserte Diagnoseverfahren bei der Herzinsuffizienz informieren.



Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage:

http://www.herzstiftung.de/broschueren.html 


Die Deutsche Herzstiftung stellt umfangreiches Informationsmaterial, das Experten erarbeitet haben, zur Verfügung (für Mitglieder kostenlos, ansonsten nur gegen Einsendung von 1,45 Euro in Briefmarken pro Sonderdruck)


Zum Beispiel:

SD0002: Wieviel Bewegung braucht der Mensch?

Prof. Dr. med. Aloys Berg


SD0040: Unterschätzt: die Effekte von Bewegung und Sport bei koronarer Herzkrankheit

PD. Dr. med. habil. Stephan Gielen, Dr. med. Marcus Sandri



Kontakt:

Deutsche Herzstiftung e.V.
Vogtstraße 50
60322 Frankfurt am Main

Telefon 069 955128-0
Fax 069 955128-313
info@herzstiftung.de

Abdruck mit freundlicher Genehmigung: Deutsche Herzstiftung e.V. Ausgabe: Februar 2000


Ausdauertraining für Patienten mit Herzinsuffizienz?

Deutsche Herzstiftung fördert Forschungsprojekt



(Frankfurt am Main, 15. Februar 2000) Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter einer schweren chronischen Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Hauptursache ist neben der Erkrankung des Herzmuskels zunehmend auch die koronare Herzkrankheit (KHK). Ob im Gegensatz zur bisher ärztlich verordneten Ruhe ein Ausdauertraining dazu beitragen kann, dass Patienten mit Herzinsuffizienz wieder leistungsfähiger werden, wird erst seit kurzer Zeit diskutiert. Es fehlen jegliche Empfehlungen für die Trainingsintensität und die Dauer.


Um dies herauszufinden, absolvieren 36 Herzpatienten mit chronischer Herzinsuffizienz im Rahmen eines Forschungsprojekts am Institut für Sport- und Präventionsmedizin der Universität Saarbrücken und den Winterberg - Kliniken ein kontrolliertes Ausdauertrainingsprogramm.

Nach einem Eingangstest trainieren die Herzpatienten über zwölf Wochen mindestens viermal pro Woche unter ärztlicher Aufsicht 30 - 45 Minuten lang auf dem Fahrrad. Dabei werde, wie der Leiter des Projektes, Professor Dr.

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